Träume

Die Träume des deutschen Schriftstellers Jean Paul und ihre Bedeutung für sein Schaffen. Ein Einblick. Mit Vignetten von Heiner Kielholz.

 

 

Titelinformation

Jean Paul. Mit 12 Vignetten von Heiner Kielholz und einem Avertissement von Johannes Gachnang

1. Auflage

, 2004

Broschiert

124 Seiten, 16 sw Abbildungen

16 x 24 cm

ISBN 978-3-906127-71-2

Erschienen im Verlag Gachnang & Springer

Inhalt

Das zwischen Klassik und Romantik angesiedelte Werk des deutschen Schriftstellers Jean Paul ist geprägt von fantastischer Metaphorik und labyrinthischer Verschachtelung der Themen und Handlungen. Ob als kurze Prosagedichte oder als Einschübe in seinen Romanen: Träume sind nicht nur häufig Teil der Texte, sondern prägen Jean Pauls gesamtes Werk.
Dieses Buch versammelt die um 1800 aufgeschriebenen Träume des Schriftstellers, die teilweise in seine Werke einflossen. Der Auswahl liegt das Buch Choix de rêves (1931) des Schweizer Essayisten und Literaturwissenschaftlers Albert Béguin (1901–1957) zugrunde, der sie aus Interesse an der Verbindung von Traum, Literatur und der Psychoanalyse von Sigmund Freund auswählte.

 

«Ich weiss kaum recht, wie oder wo der Traum eigentlich anging, wie ein Chaos wollte die unsichtbare Welt auf einmal alles gebären, eine Gestalt keimte auf der andern, aus Blumen wuchsen Bäume, daraus Wolkensäulen, aus welchen oben Gesichter und Blumen brachen. Dann sah ich ein weites leeres Meer, auf ihm schwamm bloss das kleine graue fleckige Welt-Ei und zuckte stark. Es wurde mir im Traum alles genannt, ich weiss aber nicht von wem.»

Autoren & Herausgeber

Johannes Gachnang

 (1939–2005), Künstler, Ausstellungsmacher und Verleger. 1974–1982 Direktor der Kunsthalle Bern sowie Kurator verschiedener internationaler Ausstellungen. 1983 Gründung des Verlags Gachnang & Springer mit dem Berliner Kunsthändler Rudolf Springer.

Heiner Kielholz

 (*1942, Rheinfelden), Maler und Zeichner. Berufslehre als Hochbauzeichner. 1962/63 Kunstgewerbeschule Zürich. 1967–1972 Mitglied der Ateliergemeinschaft Ziegelrain in Aarau. Ausstellungen u.a. im Kunstmuseum Olten (1983), Aargauer Kunsthaus Aarau (1987) und im Helmhaus Zürich (1997).

Jean Paul

 (eigentlich Johann Paul Friedrich Richter 1763–1825), Schriftsteller. 1781–1784 Theologie- und Philosophiestudium in Leipzig. Um 1800 Begegnung mit Herder, Goethe und Schiller in Weimar und Entstehung der Werke Siebenkäs (1796/97), Titan (1800–1803) und Flegeljahre (1804/05).