Paul Senn – Fotoreporter

Ein Pionier der Reportagefotografie: Der erste Bildband aus dem Nachlass des bedeutenden Schweizer Fotografen stellt sein Schaffen umfassend vor. Mit bislang unveröffentlichten Bildern.

 

 

Titelinformation

Herausgegeben von Markus Schürpf und Matthias Frehner. Mit Beiträgen von Nanni Baltzer, Bernhard Giger, Matthias Frehner und Markus Schürpf

1. Auflage

, 2007

Gebunden

240 Seiten, 35 farbige und 184 sw Abbildungen

23 x 27.5 cm

ISBN 978-3-85881-197-4

In Zusammenarbeit mit der Bernischen Stiftung für Fotografie, Film und Video und dem Kunstmuseum Bern

Inhalt

Der in Bern aufgewachsene Paul Senn (1901–1953) wurde in den 1930er-Jahren durch Aufnahmen, die in der Kulturzeitschrift du, in der Zürcher Illustrierten, aber auch in internationalen Zeitschriften erschienen, zu einem der wichtigsten Protagonisten der Reportagefotografie. Seine Sujets reichen von Arbeiter-, Bauern- und Künstlerporträts über Landschaftsaufnahmen bis zu Beobachtungen aus dem spanischen Bürgerkrieg und zu Reisereportagen, die ihn nach 1945 durch das zerstörte Europa sowie nach Nordamerika führten. Stets hatte Senn das Alltagsgeschehen im Blick, viele seiner Aufnahmen sind zu Ikonen geworden.
Diese sorgfältig und kenntnisreich produzierte Monografie bietet die umfangreichste Auswahl an Fotografien, die je erschienen ist. Erstmals werden auch zahlreiche Farbaufnahmen aus den USA, Kanada und Mexiko publiziert, ergänzt durch Essays zu Paul Senns Schaffen. Das Buch erschien zur Ausstellung im Kunstmuseum Bern.

Autoren & Herausgeber

Nanni Baltzer

 is an art historian, specializing in the history of photography and holding a research and teaching position on the history and theory of photography at the University of Zurich.. She has been a research assistant at the ETH Zurich, at the Canadian Center for Architecture, Montréal, and at the Accademia di architettura, Mendrisio. She was Assistant Director at the 9th International Biennale for Architecture in Venice 2004.

Matthias Frehner

 (*1955, Winterthur), seit 2002 Direktor des Kunstmuseum Bern, seit 2016 Direktor Sammlungen Kunstmuseum Bern – Zentrum Paul Klee. Studium der Kunstgeschichte, Deutschen Literatur und Klassischen Archäologie an der Universität Zürich. 1988–1996 Konservator der Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz» in Winterthur. 1990–1996 Sekretär der Gottfried Keller-Stiftung. 1996–2002 Kunstredaktor der Neuen Zürcher Zeitung.

Bernhard Giger

Markus Schürpf

 (*1961, Aarau), Kunsthistoriker, Kurator und seit 1999 Leitung des Büros für Fotografiegeschichte (www.foto-ch.ch) sowie des Paul-Senn-Archivs in Bern. Nach der Fachklasse für Freie Kunst an der Schule für Gestaltung Luzern (1983–1987) Studium der Kunstgeschichte, Ethnologie und Architekturgeschichte an der Universität Bern (1987–1994).

Echo

«Es gibt einzelne Bilder, bei denen ganze Kinofilme verblassen. Diese Behauptung wird jede und jeder beim Blättern dieses Bildbandes staunend mit Kopfnicken bestätigen.» Urs Heinz Aerni, Zürich West

 

«Paul Senns eindringliche Bildsprache prägte Schweizer Zeitschriften über 20 Jahre lang.» art

 

«Ein wunderschöner Katalog mit aufschlussreichen Texten.» Guido Kalberer, Tages-Anzeiger

 

«This extensively illustrated and highly researched catalogue functions as a marker not only of the output af a highly skilled and respected photographer, but also of his era and the people he captured on film.» Anneke Bokern, Eyemazing

 

«Ein Titel, wissenschaftlich fundiert, ansprechend gestaltet und auch im Rückgriff auf faksimilierte Zeitschriften auf der Höhe der Zeit.» Photo Technik International

 

«Die Bilder sind wunderschön, die Botschaft ergreifend.» Koni Loepfe, P.S.

 

«Die Texte der Monografie werden ihrem Protagonisten und seinem Werk auf besondere Weise gerecht. Sie nähern sich dem Leben wie den Bildern vor dem Hintergrund ihrer Zeit, argumentieren zunächst historisch, bevor ästhetische Wertungen vorgenommen werden. Für eine Einschätzung von Autor und Werk sind also primär Kategorien massgebend, die sich aus dem Umfeld, in dem Senn gearbeitet hat, und den Umständen, unter denen er den Menschen begegnet ist, ergeben – und erst in zweiter Linie aus den gestalterischen Mitteln, die von ihm angewendet worden sind. Ein solcher Zugang unterscheidet sich angenehm von der üblichen fotohistorischen Literatur. Und auch die Diktion ist eine andere – sie kommt ohne die Stereotypen der Kunst- und Fotohistoriografie aus –, was das Lesevergnügen erhöht und die Ausführungen für einen grösseren Kreis zugänglich macht.» Timm Starl, www.fotokritik.at