Blickwechsel

17 Kurzgeschichten über Architektur

Dieses Buch präsentiert zentrale Bauwerke des Architekturbüros agps. In Kurzgeschichten und Essays werden ihre vom Alltagsleben in Beschlag genommenen Bauten reflektiert. Ein anderer Blick auf die Architektur.

 

 

Titelinformation

Herausgegeben von agps. Beiträge von Denise Bratton, Verena Doerfler, Claude Enderle, Benjamin Muschg und Margarethe von Lupin. Fotografien von Andrea Helbling
 

1. Auflage

, 2011

Gebunden

292 Seiten, 115 farbige und 60 sw Abbildungen, 21 Pläne

17 x 24 cm

ISBN 978-3-85881-253-7

Inhalt

Diese ungewöhnliche Monografie über das bedeutende schweizerisch-amerikanische Architekturbüro agps thematisiert die Nahtstellen zwischen Architektur und Alltag. Realisierte Bauten in den USA und der Schweiz werden aus einer anderen als der erwarteten Perspektive betrachtet. Es sind dies etwa das Aerial Tram in Portland, das Dock E im Flughafen Zürich, der Hauptsitz der internationalen Naturschutzorganisation IUCN am Genfersee, die Umnutzung der Waschanstalt in Zürich oder das Kindermuseum Los Angeles.
Die 17 Bauwerke werden nicht als isolierte Objekte, sondern mitsamt ihrem Umfeld beschrieben. Was aus dem Gebrauch von Architektur entsteht, haben verschiedene Autorinnen und Autoren in Kurzgeschichten und Essays zu fassen versucht. Jede dieser Geschichten beleuchtet andere Facetten eines Projekts, um sich dem Leben mit und in der Architektur zu nähern. Eine weitere Erzählung führt in die für dieses Buch aufgenommenen Fotografien ein.
agps.architecture besteht aus den Architekten Marc Angélil, Sarah Graham, Manuel Scholl, Reto Pfenninger und Hanspeter Oester.

 

English edition

Autoren & Herausgeber

agps

Denise Bratton

, Historikerin und Redaktorin für Kunst, Architektur und Städtebau. 1986–1993 Arbeit an Publikationen und Forschungsprojekten mit dem Gründungsdirektor des Getty Center for the History of Art and the Humanities, seit 2002 als Beraterin für das Canadian Centre for Architecture tätig. Lebt in Los Angeles.

Verena Doerfler

, freie Kulturjournalistin. Studium der Kulturwissenschaften in Berlin und Potsdam. 2007 Volontariat auf der Redaktion der Zeitschrift du, 2007–2009 Redaktorin der archithese.

Claude Enderle

, Dozent für Theorie am Institut Innenarchitektur und Szenografie der HGK Basel. Studium in Kunstgeschichte, Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Philosophie. Ausbildung zum Innenarchitekten/Produktdesigner. Mehrjährige Tätigkeit als Produktdesigner und Innenarchitekt.

Margarete von Lupin

, Journalistin und Autorin. Leiterin des Lehrgangs Master of Advanced Studies in Design Culture und Dozentin in den Bereichen Urbane Identität und Design, Designtheorie und qualitative Studien an der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK.

Benjamin Muschg

, Architekt, Architekturkritiker und Journalist. Studium der Architektur an der ETH Zürich. Seit einigen Jahren Reporter für Sportveranstaltungen beim Zürcher Tages-Anzeiger und Autor einer regelmässig erscheinenden Kolumne über den Eishockeysport.

Echo

«Grosse Farbaufnahmen runden die Blickwechsel ab. Sie zeigen die fertigen Projekte, auch im Winter, auch mit Baukränen, Autos, Menschen innen und aussen – Architektur in schönstem Alltagsgewand.» Claudia Rinne, architektur.aktuell

 

«Ein grossartiges Architekten-Lesebuch!» Jeannette Kunsmann, Baunetzwoche#291

 

«So ist Blickwechsel zweifellos ein Architektur- und Architektenbuch der Extraklasse, aber auch ein Lese- und Bilderbuch, wenn man will sogar ein Lehrbuch in Hinsicht auf Architektur sowieso, aber auch den Umgang mit derselben, aufs Schreiben, Fotografieren, Bücher machen…» xia intelligente Architektur

 

«Man mag die puristische Architektursprache von ‹agps› mögen oder nicht. Was das Buch interessant macht, ist das Zurücktreten der Architekten. Vortritt haben hingegen die Nutzer bzw. dritte Autoren. Hier zeigen sich eine dienende Haltung und auch ein gewandeltes Verständnis der Zunft. Von der ‹Königin der Künste› und der privilegierten Position einer bauenden, rechten Hand der Mächtigen, hat sich diese Art Architektur jedenfalls gelöst. Sie findet sich vielmehr im Moment, im Alltag und direkt bei den Menschen, die sie bewohnen. Was also ursprünglich streng an Nützlichkeits- und Zweckerwägungen geknüpft war und sich in die Hermetik von Effizienzen (welcher Art auch immer) zurückzog, öffnet sich und geht die gekappten Verbindungen zur jeweiligen Umwelt wieder viel tiefer ein.» Christian J. Grothaus, Urbanophil – Netzwerk für urbane Kultur