Hugo Suter – Skulpturen aus der Spitzbodenkarrette

Ein einzigartiges Skulpturenprojekt der Schweizer Gegenwartskunst von Hugo Suter und ein Gespräch zu Fragen der Wahrnehmung mit dem Architekturtheoretiker Martin Steinmann.

 

 

Titelinformation

Martin Steinmann und Hugo Suter

1. Auflage

, 2012

Gebunden

88 Seiten, 32 farbige und 15 sw Abbildungen

21.5 x 29 cm

ISBN 978-3-85881-362-6

Inhalt

Eine Spitzbodenkarrette – die spezifisch helvetische Variante der Schubkarre – diente dem Künstler Hugo Suter als Gussform für eine Werkgruppe von Betonskulpturen. An unterschiedlichen Orten zu Ensembles gruppiert, führen sie mit scharfsinnigem Humor und Poesie die Relativität jeder Wahrnehmung vor Augen.

Dieses Buch zeigt die Betonobjekte an verschiedenen Orten – in einem Bach, auf einer Baustelle, in einem Keller oder einer Galerie – und macht damit ihr assoziationsreiches Potenzial deutlich, das sich je nach Standort wandelt. Der Architekt und Architekturtheoretiker Martin Steinmann lotet im Gespräch mit Hugo Suter die Entstehungsweise der Skulpturen und die Bedeutung des Kontextes für ihre Wahrnehmung aus und liefert eine wissenschaftliche Biografie der Spitzbodenkarrette.

Autoren & Herausgeber

Martin Steinmann

 (*1942), Architekt ETH und Architekturtheoretiker. Autor zahlreicher Schriften zur Architektur des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart sowie zur Wahrnehmung. 1987–2006 Professor für Architektur an der EPFL in Lausanne. Lebt und arbeitet in Aarau.

Hugo Suter

 (1943–2013), Künstler. 1968–1974 Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Ziegelrain in Aarau. Lebte und arbeitete seither am Hallwilersee. Zahlreiche Ausstellungen, u. a. 1997 die Retrospektive Das Eine im Andren im Aargauer Kunsthaus, Aarau.

Echo

«Wer mit Beton Mächtigkeit und Langeweile verbindet, hat die Flügelwesen von Suter nicht gesehen. Je nach Neigung der Karre, Anordnung und Zahl der Skulpturen, an unterschiedlichen Orten zu Ensembles gruppiert, steht der Betrachter unerwartet vor einer Armada kleiner Schiffe, einer Kolonie von Schmetterlingen oder Seerosen. Bodenständige Gemüter könnten die Skulpturen mit Kissen füllen und sich wie in heiteren Kindertagen fühlen, als Opa uns in der Schubkarre kutschierte.» Gabriele Klempert, KunstbuchAnzeiger.de