Das Bergell – Heimat der Giacometti

Eine Liebeserklärung an das Bergell: Der Bildband des Fotografen Ernst Scheidegger stellt die Heimat der Künstlerfamilie Giacometti vor und ihre Bedeutung auch für andere Künstler.

 

 

Titelinformation

Herausgegeben von Ernst Scheidegger. Mit Beiträgen von Bruno Giacometti, Odette Giacometti-Duperret, Dolf Kaiser, Hugo Loetscher, Giacomo Maurizio, Jean-Rudolf von Salis, Beat Stutzer und Max Wermelinger

Unveränderte Neuausgabe

, 2001

Gebunden

220 Seiten, 33 farbige und 279 sw Abbildungen

26 x 27 cm

ISBN 978-3-85881-075-5

Inhalt

Das in Südbünden gelegene Bergell brachte ab 1900 zwei Generationen von international bedeutenden Künstlern hervor. Zum einen waren dies Giovanni Giacometti, sein Cousin Augusto und seine Malerfreunde Giovanni Segantini, Ferdinand Hodler und Cuno Amiet; sie gehörten zu den Gründern einer modernen Schweizer Malerei und blieben zeitlebens miteinander verbunden.
Zum andern kamen Giovanni Giacomettis Söhne Alberto und Diego in Paris zu Weltruhm. Ihr Bruder Bruno schuf als Architekt ein bedeutendes Werk, und Segantinis Sohn Gottardo gewann als Maler und Biograf seines Vaters grosse Anerkennung. Doch auch für die Maler Max Ernst oder Varlin wurde das Bergell zu einer künstlerischen und seelischen Heimat.
Ernst Scheideggers Landschaftsaufnahmen und Porträts sowie Texte von Schriftstellern und Kunsthistorikern führen die intensive Beziehung zwischen dem Bergtal und den Künstlern vor Augen.

Autoren & Herausgeber

Bruno Giacometti

 (1907–2012), Architekt ETH, jüngster Bruder von Alberto Giacometti. Mitarbeiter im Architekturbüro Karl Egender, beteiligt am Bau des Zürcher Hallenstadions. Realisierte zahlreiche Bauprojekte in den Kantonen Zürich und Graubünden.

Odette Giacometti-Duperret

 (1910–2007), Ehefrau von Bruno Giacometti. Gemeinsam schenkten sie der Alberto Giacometti-Stiftung und der Zürcher Kunstgesellschaft zahlreiche bedeutende Werke von Giovanni und Alberto Giacometti.

Dolf Kaiser

, Historiker.

Hugo Loetscher

 (1929–2009), Schriftsteller. Studium der Politischen Wissenschaften und der Soziologie. Literaturkritiker, Redaktor du und Weltwoche. Seit 1969 freier Schriftsteller. Sein letztes Buch erschien an seinem Todestag: War meine Zeit meine Zeit (Diogenes Verlag, 2009).

Giacomo Maurizio

Jean Rudolf von Salis

 (1901–1996), Historiker und Publizist. Studium der Geschichte in Berlin und Paris, wo er als Journalist tätig war. Von 1935–1968 Professor der Geschichte an der ETH Zürich. Zahlreiche Bücher, u.a. Weltgeschichte der neuesten Zeit (1951–1960), Grenzüberschreitungen. Lebensbericht (1975–1978), Kriege und Frieden in Europa. Politische Schriften und Reden 1939–1988 (1989).

Ernst Scheidegger

 (1923–2016). Frühe Tätigkeit als Fotograf für die Agentur Magnum. 1956/57 Unterricht mit Max Bill an der Hochschule für Gestaltung in Ulm und in Ahmedabad (Indien) Aufbau einer Schule für Design. 1960–1988 Redaktor der Bildbeilage «Das Wochenende» der Neuen Zürcher Zeitung, Galerist und Dokumentarfilmer. 1962 Gründung des Verlags Ernst Scheidegger. 1997 zusammen mit Heiner Spiess Neugründung des Verlags unter dem Namen Verlag Scheidegger & Spiess.

Beat Stutzer

 (*1950, Altdorf), Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Ethnologie an der Universität Basel. 1982–2011 Direktor Bündner Kunstmuseum Chur und seit 1998 Konservator des Segantini Museums St. Moritz. 2004–2008 Präsident der Eidgenössischen Kommission der Gottfried Keller-Stiftung. Zahlreiche Ausstellungen und Texte zur Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts, Publikationen u.a. zu Andrea Garbald, Augusto, Giovanni und Alberto Giacometti, Ernst Ludwig Kirchner, Giovanni Segantini.

 

Max Wermelinger

Echo

«Dem wilden Tal am Südfuss der Alpen und den mit ihm verbundenen Künstlern hat der bekannte Fotograf, Cineast, Maler, Verleger und Galerist Ernst Scheidegger einen wunderschönen multifunktionalen Bildband gewidmet: Landschaftsbuch, Fotoband und Künstlerporträts in einem.» Aargauer Tagblatt

 

«In Textbeiträgen von Schriftstellern, Kunsthistorikern, Mitgliedern der Familie Giacometti und deren Freunden und umrahmt von meisterhaften Fotografien des Herausgebers entstand diese neuerliche Hommage an das kleine, enge und so reizvolle Tal.» Bündner Zeitung

 

«Ein Bild-Text-Band, den man als eine eigentliche Liebeserklärung – der Herausgeber bezeichnet ihn zwar als eine Hommage – des Verlegers, Buchgestalters und grossartigen Fotografen Ernst Scheidegger an die Landschaft, die Bewohner, die Geschichte und vor allem an das kulturelle Schaffen des Bergells verstehen darf. Hervorragend sind die Texte, die sozusagen facettenartig ‹die Voraussetzung für das Verständnis einer Talschaft› bilden. Und dann sind da die beinahe 300 Fotografien Ernst Scheideggers. Sensible Notate einer geliebten Landschaft, grosszügig und ausgebreitet.» Kurt Wanner, Bündner Monatsblätter