Die Geborene

Renée Schwarzenbach-Wille und ihre Familie

Diese Biografie liefert nicht nur das präzise Porträt von Renée Schwarzenbach-Wille und ein Sittengemälde jener Jahre. Sie spiegelt auch die dramatische Geschichte Europas und der Schweiz.

 

 

Titelinformation

Alexis Schwarzenbach

3. Auflage

, 2005

Gebunden

512 Seiten, 234 sw Abbildungen

14 x 21.5 cm

ISBN 978-3-85881-161-5

Inhalt

Renée Schwarzenbach-Wille (1883–1959) war die jüngste Tochter von Ulrich Wille, General der Schweizer Armee im Ersten Weltkrieg. 1904 heiratete sie Alfred Schwarzenbach, Mitinhaber der damals grössten Seidenfirma der Welt. Sie lebte ein intensives Leben ohne Kompromisse. Politisch schlug ihr Herz stets für Deutschland, egal ob der Kaiser, Hitler oder Adenauer an der Macht war. Zwei ihrer fünf Kinder bereiteten ihr immer wieder grosse Sorgen: Ihr erster Sohn Robuli, der nie sprechen lernte und den sie über alles liebte, und ihre zweite Tochter Annemarie, Schriftstellerin und Fotografin.
Die umfangreiche Biografie, die ihr Urenkel Alexis Schwarzenbach verfasst hat, legt bisher unveröffentlichte Quellen offen: die Korrespondenz zwischen Mutter und Tochter, die Tagebücher der Grossmutter Clara Wille-von Bismarck sowie Annemarie Schwarzenbachs lange und erschreckende Krankengeschichte. Der jahrelange Kampf zwischen Annemarie und Renée erscheint in einem neuen Licht: Vordergründig ging es um Politik und Drogen, tatsächlich aber um um Liebe und Hass, Leid und Mitleid.

Ergänzend zu dieser Biografie ist im Verlag Scheidegger & Spiess auch der Band Bilder mit Legenden mit Fotografien von Renée Schwarzenbach-Wille erschienen, ebenfalls herausgegeben von Alexis Schwarzenbach.

 

«Sie ist ganz gut und ganz böse, und ihre Rede ist so wie es in der Bibel steht, ja ja und nein nein. Sie ist ‹primitiv›, weil sie ihr Urteil absolut setzt, aber sie ist kompliziert, weil sie ja leidet. Sie leidet zum Beispiel an mir. Und dann ist sie hilflos.» Annemarie Schwarzenbach über ihre Mutter Renée

Autoren & Herausgeber

Alexis Schwarzenbach

 (*1971, Zürich), Autor und Kurator. Studium der Geschichte am Balliol College in Oxford und Promovierung am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz. Lebt in Zürich.

Echo

«Anders als frühere Publikationen über die Familie Wille ist Alexis Schwarzenbachs angenehm zu lesendes und höchst lohnendes Buch wohltuend unaufgeregt.» Peter Grupp, Frankfurter Allgemeine Zeitung

 

«Mit der Akribie eines Historikers und der Emotionalität eines Familienmitglieds gelingt Alexis Schwarzenbach eine spannende Chronik und ein intimes Porträt über eine Frau, in der sich eine grosse Dynastie und die europäische Geschichte spiegeln.» André Grieder, Facts

 

«Diese Familiengeschichte ist ein faszinierendes Buch. Alexis Schwarzenbach hat keine Reinwaschung der Familie im Sinn. Doch auch als Nestbeschmutzer sieht er sich nicht. Ihn interessieren die Mythen um die Familie, ihre Helden und Monster, die bei genauerem Hinsehen auch nur Menschen sind.» Peter Müller, Tages-Anzeiger

 

«Alexis Schwarzenbach schreibt mit Die Geborene eine neue, faszinierende Biografie der Familien Schwarzenbach und Wille.» Andreas Tobler, Berner Zeitung

 

«Schwarzenbachs flüssig geschriebenes Buch, das gänzlich unparteiisch ist, bietet in sozialgeschichtlicher Hinsicht, aber auch mit der intimen Charakteristik einer Schweizer Industriellenfamilie eine aufschlussreiche Lektüre. Am meisten aber interessiert natürlich, was der Autor auf Grund der ihm vorliegenden neuen Dokumente zum Schicksal Annemarie Schwarzenbachs zu sagen hat.» Charles Linsmayer, Der Bund

 

«Renée Schwarzenbach-Wille war verwöhnt, superprivilegiert, egozentrisch, dauerverliebt und verboten naiv. Aber man liest die von einem ihrer Urenkel geschaffene, brillant geraffte Biografie fiebernd bis zum Ende.» Coop-Zeitung

 

«Insgesamt ist Ihr Buch für mich eine überaus anregende nachträgliche Instruktion über die Bewohner von Mariafeld und allen ihren Verwandten und Freunden. Ihr Buch ist für mich eine wahre Freude. Es ist ebenso anregend wie unprätentiös geschrieben. Die nimmt sowohl für die Helden des Buches wie auch für den Autor ein.» Richard von Weizsäcker