Der Traum, die Sphinx und der Tod von T.

Die Reflexion einer Lebenskrise: Dieser persönliche Text Alberto Giacomettis dokumentiert die Suche des Künstlers nach sich selbst und seiner Kunst. Ein Faksimile dieses Schlüsseltexts.

 

 

Titelinformation

Alberto Giacometti. Herausgegeben und übersetzt von Donat Rütimann

1. Auflage

, 2006

Broschiert

128 Seiten, 53 Faksimile-Abbildungen des Originalmanuskripts

21 x 27 cm

ISBN 978-3-85881-170-7

Inhalt

Alberto Giacometti verfasste 1946 den ergreifenden Text Le Rêve, le Sphinx et la mort de T. Der Künstler befand sich in einer schwierigen Schaffensphase, die schliesslich zu einem Neubeginn führte. Bevor er 1948 mit der Ausstellung in der New Yorker Galerie Pierre Matisse den internationalen Durchbruch schaffte, war das Schreiben ein eigenständiger Teil seiner Auseinandersetzung mit sich selbst, seiner Lebenswirklichkeit und der Kunst. Die von Erlebnissen und Traumbildern durchdrungene Kurzprosa umkreist existenzielle Themen: Sexualität, Krankheit und Tod.
Einen bereits ausformulierten Teil dieser Erzählung sowie Entwürfe und Zeichnungen hatte Giacometti in einem Schulheft festgehalten. Der vorliegende Band präsentiert diese Handschrift erstmals als Faksimile, liefert eine kommentierte Transkription sowie den endgültigen Text und führt dieses reiche Material mit einem einleitenden Essay von Donat Rütimann ein.

Autoren & Herausgeber

Alberto Giacometti

 (1901–1966), Bildhauer und Maler. Kunststudium an der École des Beaux-Arts und an der École des Arts Industrielles in Genf, ab 1922 an der Académie de la Grande Chaumière. Als Hauptwerke gelten die Femme cuillière (1926/27) oder L'Homme qui marche (1960). 1942–1945 Atelier in Genf, dann wieder in Paris. Regelmässige Rückkehr in seine Heimat Stampa und Maloja. 1962 Grosser Skulpturenpreis der Biennale in Venedig und umfassende Werkschau im Kunsthaus Zürich. 1965 Retrospektiven u.a. im New Yorker Museum of Modern Art und Gründung der Alberto Giacometti-Stiftung in Zürich.

Donat Rütimann

 (*1961, Schiers), seit 2001 Tätigkeit als Sprachlehrer für Deutsch, Französisch und Italienisch. Studium der Romanistik an der Universität in Zürich. Weiterbildung in französischer Literatur und Kunstgeschichte. Dissertation in Paris und Zürich über die Schriften von Alberto Giacometti (Alberto Giacometti. Écrire la déchirure).

Echo

«Ein komplexes Stück Prosa, das auf assoziative Weise von Träumen, Obsessionen, Phobien, Sexualität und Tod handelt. Der Text ist aufschlussreich im Hinblick auf Giacomettis Denken und bezeugt gleichzeitig seine intensive Verankerung innerhalb der französischen Intellektuellen seiner Zeit.» Niklaus Oberholzer, Neue Luzerner Zeitung

 

«Der Text von Donat Rütimann analysiert diese als Angelpunkt platzierte literarische Arbeit und schafft Bezüge zum skulpturalen Werk.» Ursula Badrutt Schoch, St. Galler Tagblatt