Bernhard Luginbühl

Werkkatalog der Plastiken 1947–2002

Eine vollständige Übersicht über die Eisenplastiken: Dieser kommentierte Werkkatalog fasst das Schaffen des Berner Bildhauers von 1947 bis 2002 zusammen und gibt Einblick in seine Arbeitsweise.

 

 

Titelinformation

Jochen Hesse

1. Auflage

, 2003

Broschiert

648 Seiten, ca. 1400 sw Abbildungen

21 x 29.5 cm

ISBN 978-3-85881-153-0

Eine Publikation des Schweizerischen Instituts für Kunstwissenschaft SIK-ISEA-ISEA (Oeuvrekataloge Schweizer Künstler 21)

Inhalt

Bernhard Luginbühl (1929–2011) wurde Ende der 1950er-Jahre mit seinen Kraft und Energie visualisierenden Eisenplastiken bekannt. Sie waren ein Beitrag ersten Ranges zum «Eisenzeitalter» der Nachkriegszeit. Luginbühl, der in den 1970er-Jahren auch Filme zu realisieren begann und mit spektakulären Verbrennungsaktionen Furore machte, war durch seine Plastiken sowohl in der Kunstszene angesehen wie in breiten Schichten populär. 1998 gründete er die Bernhard Luginbühl-Stiftung und sorgte mit der Eröffnung des Skulpturenparks auf seinem Anwesen im Emmentaler Dorf Mötschwil für eine einmalige Verbindung von Kunst und Natur. Bereits zu Lebzeiten besass der künstlerische Nachlass auf diese Weise seinen Bestimmungsort.
Dieser Werkkatalog macht erstmals sämtliche 1316 Plastiken, die Luginbühl von 1947 bis Ende 2002 schuf, in übersichtlicher Ordnung einsehbar. Die verschiedenen Werkgruppen sind mit einem erläuternden Text versehen, eine Biografie, ein umfangreiches Literatur- und Ausstellungsverzeichnis sowie ein Titelregister machen das Buch zum vollständigen Kompendium.

Autoren & Herausgeber

Jochen Hesse

 (*1965), Leiter der Graphischen Sammlung der Zentralbibliothek Zürich. Studium der Kunstgeschichte, Wirtschafts- und Sozial- sowie Kirchengeschichte an der Universität Zürich. 2000–2008 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaft SIK-ISEA. Zahlreiche Publikationen insbesondere zur Eisenplastik und Druckgrafik.

Echo

«‹Mörderbuch› nennt Luginbühl selbst seinen Werkkatalog liebevoll. Ganze 1316 Plastiken sind hier katalogisiert. Die Texte geben dem in doppeltem Wortsinn gewichtigen Werk eine zusätzliche Dimension: Differenziert, knapp und klar führen sie in Luginbühls Werk und Kontext ein.» Konrad Tobler, Der Bund

 

«Es ist ein besonderes Erlebnis, Luginbühls langen Weg nachvollziehen zu können. Das Werkverzeichnis der Plastiken macht sichtbar, wie obsessiv Luginbühl bestimmte Grundideen wieder und wieder aufgriff. Kunst als derart umfassende Lebensform, als unaufhörliche Umsetzung von Ideen hat etwas Anmassendes, Absolutes, Ungezügeltes, Unkontrollierbares. Künstler wie Luginbühl sind eine totale Zumutung; sie passen in keinen herrschenden Diskurs mehr und scheren sich auch nicht drum. Aber genau diese Zumutung erscheint, trotz ihres gespenstischen Gigantismus, als Reservat einer blühenden nonkonformen Fantasie. Und solche Reservate werden in der Welt der Ideen-Globalisierung immer seltener.» Barbara Basting, Tages-Anzeiger