Das Ungewohnte Neue

Briefwechsel Ernst Ludwig Kirchner und Georg Reinhart

Künstler und Mäzen im Dialog: Ernst Ludwig Kirchner und der Sammler Georg Reinhart begegneten sich nur einmal, blieben sich jedoch über zwanzig Jahre verbunden. Ein berührender Briefwechsel.

 

 

Titelinformation

Herausgegeben und mit zusätzlichen Dokumenten ergänzt von Harry Joelson. Vorwort von Dieter Schwarz

1. Auflage

, 2002

Broschiert

176 Seiten, 13 sw Abbildungen

13.5 x 21 cm

ISBN 978-3-85881-140-0

In Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Winterthur

Inhalt

Der Winterthurer Sammler und Mäzen Georg Reinhart (1877–1955) lernte 1917 den Künstler Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938) kennen, als dieser sich in Ludwig Binswangers Klinik in Kreuzlingen einer Erholungskur unterziehen musste. Von Persönlichkeit und Werk Kirchners tief beeindruckt, erwarb der Besitzer des Winterthurer Handelshauses Gebrüder Volkart eine grössere Anzahl von Holzschnitten, und ein Briefwechsel nahm seinen Anfang, der bis zu Kirchners Tod anhielt.
Reinhart, der mit offenem Geist auf die Kunst Kirchners reagierte und sich für ihn einsetzte, hatte vom Künstler selbst abgezogene, ausserordentlich seltene Druckgrafik erworben. So etwa die beiden autobiografisch geprägten Mappenwerke Absalom und Triumph der Liebe sowie Drucke, die auf der Stafelalp bei Davos entstanden waren. Dieses Buch präsentiert das schriftliche Zwiegespräch zwischen dem Kunstliebhaber und dem Künstler, ergänzt von Reproduktionen der Drucke aus Georg Reinharts Sammlung sowie Dokumenten zur zeitgenössischen Rezeption von Ernst Ludwig Kirchners Schaffen.

Autoren & Herausgeber

Harry Joelson

 (*1948), Leiter der Sondersammlungen der Stadtbibliothek Winterthur. Studium der Musik-, Kunst- und Literaturgeschichte. Neben seiner Tätigkeit als Herausgeber musikalischer Werke beschäftigt er sich mit Winterthurer Kulturgeschichte.

Ernst Ludwig Kirchner

Georg Reinhart

Dieter Schwarz

 (*1953, Zürich), seit 1990 Direktor des Kunstmuseums Winterthur. Studium der deutschen und französischen Literatur, der Linguistik und der Komparatistik in Zürich, 1981 Promotion über das dichterische Werk von Dieter Roth. 1983–1985 Forschungsaufenthalt in Paris.

Echo

«Wer Briefe liest, und besonders Briefe schöpferischer Menschen, erfährt oft mehr oder auf leichter zugängliche Art etwas über das künstlerische Credo ihres Verfassers.» Angelika Maass, Der Landbote

 

«Es gab eine Zeit, da vermochte Kunst noch zu irritieren, sie provozierte Position und Gegenposition. Mäzene griffen zur Feder und setzten sich in handgeschriebenen Briefen und Presseartikeln für ihre Protégés ein. Kunstvermittler meldeten sich freiwillig zu Wort und versuchten mit engagierten Führungen Überzeugungsarbeit zu leisten. Trotzdem blieb das Publikum störrisch und ablehnend. Etwa bei Kirchner in Winterthur.» Neue Zürcher Zeitung