Die Fackeln des Prometheus

Johann Heinrich Füssli und Javier Téllez

Der Prometheus-Mythos neu gesehen.

 

 

Titelinformation

Mirjam Varadinis, Bernhard von Waldkirch. Herausgegeben vom Kunsthaus Zürich

1. Auflage

, 2014

Text Deutsch und Englisch

Broschiert

64 Seiten, 27 farbige und 11 sw Abbildungen

17 x 23.5 cm

ISBN 978-3-85881-442-5

Inhalt

Die mythologische Gestalt des Prometheus fand in Dichtung, Malerei und Musik seit der europäischen Romantik eine vielfältige Resonanz. Für Goethe und Johann Heinrich Füssli wurde der antike Mythos vom Feuerraub zum Inbegriff einer um Selbstbestimmung ringenden Menschheit.

Mit dem Nutzen des Feuers kamen auch die Plagen. Davon handelt die berühmte Film-Installation des venezolanischen Künstlers Javier Téllez. Zwei Skulpturen drehen sich in einer langsamen Rotationsbewegung vor der Kamera: der prometheische Männerakt des den Nationalsozialisten nahestehenden Bildhauers Arno Breker (1900–1991) und der «entartete» Zwitter des Art-brut-Künstlers Karl Genzel (1871–1925).

Die Publikation konfrontiert Gemälde und Zeichnungen von Johann Heinrich Füssli aus der Sammlung des Kunsthauses Zürich mit diesem kapitalen Werk der Gegenwartskunst.

Erscheint zur gleichnamigen Ausstellung im Kunsthaus Zürich (20. Juni bis 12. Oktober 2014).

Autoren & Herausgeber

Mirjam Varadinis

, Kunsthistorikerin und seit 2002 Kuratorin der Grafischen Sammlung am Kunsthaus Zürich. Studium der Kunstgeschichte, italienischen Literatur und Sozial- und Wirtschaftsgeschichte in Zürich und Bologna.

Bernhard von Waldkirch

, Kunsthistoriker, seit 1985 wissenschaftlicher Mitarbeiter, seit 1998 Kurator an der Grafischen Sammlung des Kunsthaus Zürich. Studium der Kunstgeschichte, Germanistik und Romanistik in Zürich und Genf. 1991–1998 Lehrbeauftragter an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich.