Max Gubler

Malen in der Krise. Das unbekannte Spätwerk

Max Gublers Kampf mit den Dämonen: Die erste Gesamtdarstellung des lange unter Verschluss gehaltenen Spätwerks dieses bedeutenden Schweizer Malers. Eine Entdeckung.

 

 

Titelinformation

Bettina Brand-Claussen, Peter Cornelius Claussen. Herausgegeben von der Eduard, Ernst und Max Gubler-Stiftung, Zürich

1. Auflage

, 2014

Gebunden

440 Seiten, 274 farbige und 62 sw Abbildungen

23 x 26.5 cm

ISBN 978-3-85881-437-1

Inhalt

Der in der Schweiz bekannte Maler Max Gubler (1898–1973) brach auf dem Zenit seines Erfolges 1957 psychisch und physisch zusammen und war die letzten anderthalb Jahrzehnte seines Lebens in psychiatrischen Anstalten interniert. In den ersten drei Jahren dieser Leidenszeit malte er periodisch in Kliniken und daheim, wo er unter ärztlicher Fernaufsicht stand. Das Oeuvre von 400 Gemälden wurde vor der Öffentlichkeit verborgen.

Dieses Buch präsentiert zum ersten Mal das Spätwerk des Malers und entwirft dessen Lebensgeschichte als sich selbst erfüllende Legende zwischen Genie und Wahnsinn. Wichtige Kommentare zur radikalisierten Bildproduktion der Krisenzeit sind die unpublizierten Tagebücher des Kunsthistorikers und Freundes Gotthard Jedlicka (1899–1965). In Porträts, Landschaften, Paarbildern und «wilden Köpfen» suchte der Künstler den Verstörungen eine neue Realität entgegenzusetzen. Visueller Ausdruck einer nahezu unerträglichen Situation sind Max Gublers späte Bilder eine Provokation und zugleich ein berührendes Zeugnis – jedenfalls künstlerisch eine Entdeckung.

 

Das Buch erscheint zur Ausstellung «Der andere Gubler – Das unbekannte Spätwerk des Malers Max Gubler» im Museum zu Allerheiligen Schaffhausen ( 24. Oktober 2014 bis 8. Februar 2015).

Autoren & Herausgeber

Bettina Brand-Claussen

 (*1947), Kunsthistorikerin mit dem Schwerpunkt Kunst um 1900. Sie war als Kuratorin und stellvertretende Leiterin tätig in der Sammlung Prinzhorn, Heidelberg. Zahlreiche Beiträge zum Thema Kunst und Psychiatrie in Ausstellungskatalogen und Sammelbänden.

Peter Cornelius Claussen

 (*1944), nach Stationen in Heidelberg, Frankfurt a. Main und Rom als Professor für Kunstgeschichte an der Universität Zürich. Lehrtätigkeit und Publikationen vor allem zum Mittelalter, auch zu Visionen, Kunst und Psychiatrie und den Ursprüngen der frühen Moderne.

Echo

«Das schön und sorgfältig gestaltete Buchschwergewicht über Max Gublers unbekanntes Spätwerk ist sehr zu empfehlen. Es geht da nicht nur um sein prekäres und immer wieder gefährdetes Künstlerdasein, sondern um Schicksal und Legende, um Rezeptions- und ein Stück Psychiatriegeschichte.» Angelika Maass, Der Landbote