Hermann Scherer

Skulpturen, Gemälde, Holzschnitte

Der Schweizer Hermann Scherer gehört zu den bedeutendsten expressionistischen Bildhauern überhaupt. Eine Monografie zu seinem Gesamtwerk.

 

 

Titelinformation

Herausgegeben von Beat Stutzer. Mit Beiträgen von Martin Schwander und Beat Stutzer

1. Auflage

, 1999

Broschiert

128 Seiten, 20 farbige und 50 sw Abbildungen

21 x 27 cm

ISBN 978-3-85881-119-6

In Zusammenarbeit mit dem Bündner Kunstmuseum Chur

Inhalt

Im Sommer 1923 besuchte der Basler Bildhauer und Maler Hermann Scherer (1893–1927) Ernst Ludwig Kirchner in Frauenkirch bei Davos und verbrachte dort die beiden folgenden Jahre. In dieser Zeit entstanden in einem geradezu explosionsartigen Schaffensrausch etwa hundert Holzschnitte, zahlreiche Bilder und Zeichnungen sowie mehr als zwanzig Holzskulpturen.
Im Mendrisiotto, wo er nach seinem Bruch mit Kirchner 1925 arbeitete, gründete er mit Albert Müller, Paul Camenisch und Werner Neuhaus die Künstlervereinigung Rot-Blau. Scherer, der im Alter von erst 34 Jahren starb, gehört mit seinen bewegenden, grösstenteils farbig bemalten Holzskulpturen zu den bedeutendsten Bildhauern des Expressionismus; als ein Hauptwerk gilt die Skulptur Totenklage (1925).
Dieses reich illustrierte Buch dokumentiert erstmals das Gesamtwerk Hermann Scherers mit Abbildungen der wichtigsten Bilder, Holzschnitte und Skulpturen sowie mehreren Aufsätze zu den einzelnen Werkgruppen.

 

«Die Vorstellung des Lebens als ein unaufhörliches Ringen mit Mächten, die den Menschen von innen und aussen bedrängen, kristallisierte sich für Scherer vor allem in zwei Themen: der Beziehung zwischen Mutter und Kind und zwischen Mann und Frau.» Martin Schwander

Autoren & Herausgeber

Martin Schwander

 (*1956), Kurator. Studium der Kunstgeschichte, Germanistik und Geschichte an der Universität Basel. 1989–1997 Direktor des Kunstmuseums Luzern. Ausstellungen und Publikationen zur Malerei und Skulptur des 20. Jahrhunderts, u.a. zu Edvard Munch, Ernst Ludwig Kirchner, Josef Felix Müller oder Richard Serra.

Beat Stutzer

 (*1950, Altdorf), Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Ethnologie an der Universität Basel. 1982–2011 Direktor Bündner Kunstmuseum Chur und seit 1998 Konservator des Segantini Museums St. Moritz. 2004–2008 Präsident der Eidgenössischen Kommission der Gottfried Keller-Stiftung. Zahlreiche Ausstellungen und Texte zur Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts, Publikationen u.a. zu Andrea Garbald, Augusto, Giovanni und Alberto Giacometti, Ernst Ludwig Kirchner, Giovanni Segantini.