Harald Szeemann

Museum der Obsessionen

Das lang erwartete Buch über Schaffen und Archiv des richtungsweisenden Kurators Harald Szeemann

 

Titelinformation

Herausgegeben von Glenn Phillips und Phillip Kaiser mit Doris Chon und Pietro Rigolo

1. Auflage

, 2018

Gebunden

416 Seiten, 211 farbige und 150 sw Abbildungen

24 x 30.5 cm

ISBN 978-3-85881-592-7

In Zusammenarbeit mit dem Getty Research Institute, Los Angeles

Inhalt

Der Kurator Harald Szeemann (1933–2005) war eine Schlüsselfigur der Kunstszene des 20. Jahrhunderts. Anarchisch, visionär und Grenzen sprengend leitete er Institutionen wie die Kunsthalle Bern (1961–1969) und stellte freie Ausstellungen zusammen; Szeemann definierte die Rolle des Kurators neu. Er kuratierte mehr als 150 Ausstellungen, darunter die documenta 5 (1972), die Biennale von Venedig (1999, 2001) und kultur- und kunstgeschichtliche Schauen wie Junggesellenmaschinen (1975), Monte Verità – Berg der Wahrheit (1978) oder Der Hang zum Gesamtkunstwerk (1983). Sein Selbstverständnis und Schaffen prägen die zeitgenössische Kunstlandschaft bis heute.

Nach dem Tod Harald Szeemanns 2005 wurde sein Nachlass – ein gigantisches persönliches Archiv voller Dokumente, Geistesblitze und nichtrealisierter Ideen – vom Getty Research Institute erworben, nach Los Angeles verbracht, katalogisiert und erforscht. Zu Szeemanns 85. Geburtstag erscheinen nun die Ergebnisse dieser Forschungen. Mit über 350 Fotografien, Briefen und weiteren Dokumenten sowie Essays und Interviews mit Zeitzeugen zeichnet diese umfangreiche Publikation Leben, Denken und Wirken dieser zentralen Figur der Kunstszene nach.

Mit Beiträgen von Beatrice von Bismarck, Doris Chon, Carolyn Christov-Bakargiev, Philipp Kaiser, Megan R. Luke, Glenn Phillips, Pietro Rigolo und Mariana Roquette Teixeira sowie Interviews mit Tobia Bezzola, Tania Bruguera, Christo, Klaus Honnef, Anda Rottenberg und Gilberto Zorio.

Die Ausstellung von Teilen des in dem Buch versammelten Materials wird im Getty Research Institute in Los Angeles, in der Kunsthalle Bern, der Kunsthalle Düsseldorf und 2019 im Castello di Rivoli in Torino gezeigt.


Autoren & Herausgeber

Beatrice von Bismarck

 (*1959), Kunsthistorikerin, Kuratorin und Professorin für Kunstgeschichte und Bildwissenschaft. 2003–2011 Prorektorin der Hochschule für Gestaltung und Buchkunst Leipzig.

Doris Chon

, Kunsthistorikerin, Kuratorin und Forschungsspezialistin am Getty Research Institute in Los Angeles.

Carolyn Christov-Bakargiev

, Kunsthistorikerin und Kuratorin. Künstlerische Leiterin der documenta 13 in Kassel.

Philipp Kaiser

, Kurator. 2012–2014 Direktor des Museums Ludwig in Köln. 2017 Kurator des Schweizer Pavillons der 57. Biennale von Venedig. Er lebt in Los Angeles.

Megan R. Luke

, Kunsthistorikerin und Dozentin an der University of Southern California. 2015 arbeitete sie u.a. am Nationalfondsprojekt eikones / Bildkritik an der Universität Basel mit.

Glenn Phillips

, Kurator und Leiter der Modern and Contemporary Collections am Getty Research Institute in Los Angeles.

Pietro Rigolo

, Kunsthistoriker, spezialisiert auf zeitgenössische Kunst und Ausstellungsgeschichte. Archivar am Getty Research Institute in Los Angeles.

Mariana Roquette Teixeira

, Kunsthistorikerin. In ihrer Dissertation beschäftigte sie sich mit Harald Szeemann.

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Cover

Harald Szeemann führt den Dada-Experten Hans Bolliger durch die Ausstellung Hugo Ball 1886–1927: Manuskripte, Photographien, Bücher, Kleintheater Kramgasse 6, Bern, 24.–27. September 1957. Foto Karl Wolf

Harald Szeemann, Willy Weber, Ueli Berger, Herbert Distel, Markus Raetz und Ben-dicht Fivian im Champagnergittersalon; Entwurf: Willy Weber, Installation im Rahmen der Ausstellung Künstlerfest, Kunsthalle Bern, 14. – 15. Mai 1966. Foto: Balthasar Burkhard / © J. Paul Getty Trust. The Getty Research Institute, Los Angeles (2011.M.30)

Harald Szeemann nach seiner Kubareise anlässlich des Salon de Mayo, 1967. Foto: Balthasar Burkhard / © J. Paul Getty Trust. The Getty Research Institute, Los Angeles (2011.M.30)

Vorderseite einer Liste mit New Yorker Adressen, zusammengestellt von Harald Szee-mann in Vorbereitung der Ausstellung Live in Your Head: When Attitudes Become Form: Works – Concepts – Processes – Situations – Information, 1968. © J. Paul Getty Trust. The Getty Research Institute, Los Angeles (2011.M.30)

Harald Szeemann vor der Kunsthalle Bern während der Ausstellung Live in Your Head: When Attitudes Become Form: Works – Concepts – Processes – Situations – In-formation, Kunsthalle Bern, 22. März – 27. April 1969. Foto: Harry Shunk / © J. Paul Getty Trust. The Getty Research Institute, Los Angeles (2011.M.30)

Installationsansicht der Ausstellung Live in Your Head: When Attitudes Become Form: Works – Concepts – Processes – Situations – Information, Kunsthalle Bern, 22. Marz – 27. April 1969. Foto: Balthasar Burkhard / © J. Paul Getty Trust. The Getty Research Institute, Los Angeles (2011.M.30)

Installationsansicht der Ausstellung Live in Your Head: When Attitudes Become Form: Works – Concepts – Processes – Situations – Information, Kunsthalle Bern, 22. März – 27. April 1969. Foto: Balthasar Burkhard / © J. Paul Getty Trust. The Getty Research Institute, Los Angeles (2011.M.30)

Harald Szeemann beim Fluxus-Konzert, Köln, 6. November 1970; Konzert im Rahmen der Ausstellung Happening & Fluxus, Kölnischer Kunstverein, 6. November 1970 – 6. Januar 1971. Foto: Balthasar Burkhard / © J. Paul Getty Trust. The Getty Research In-stitute, Los Angeles (2011.M.30)

Haus-Rucker-Co, (Laurids Ortner, Manfred Ortner, Klaus Pinter und Gunter Zamp Kelp), Oase Nr. 7, 1972, Installation im Rahmen der documenta 5, Befragung der Reali-tät – Bildwelten heute, Kassel, 30. Juni – 8. Oktober 1972. Foto: Balthasar Burkhard / © J. Paul Getty Trust. The Getty Research Institute, Los Angeles (2011.M.30)

Harald Szeemann am letzten Abend der documenta 5, Befragung der Realität – Bild-welten heute, Kassel, 30. Juni – 8. Oktober 1972. Foto: Balthasar Burkhard / © J. Paul Getty Trust. The Getty Research Institute, Los Angeles (2011.M.30)

Seite 43 aus Harald Szeemanns Notizbuch für das Museum der Obsessionen, um 1973. © J. Paul Getty Trust. The Getty Research Institute, Los Angeles (2011.M.30)

Schlafzimmer und Ecke mit Sekretär, Installation im Rahmen der Ausstellung Grossvater: Ein Pionier wie wir, Galerie Toni Gerber, Bern, 16. Februar – 20. April 1974. Foto: Balthasar Burkhard / © J. Paul Getty Trust. The Getty Research Institute, Los Angeles (2011.M.30)

Harald Szeemann, Raumplan für die Ausstellung Junggesellenmaschinen / Les machines celibataires, in den Magazzini del Sale in Venedig, ca. 1975. © J. Paul Getty Trust. The Getty Research Institute, Los Angeles (2011.M.30)

Harald Szeemann, Lageplan für die Ausstellung Monte Verità, Casa Anatta, Ascona, ca. 1978. © J. Paul Getty Trust. The Getty Research Institute, Los Angeles (2011.M.30)

Installationsansicht der Ausstellung Monte Verità / Berg der Wahrheit: Le mammelle della verità / Die Brüste der Wahrheit, Casa Anatta, Ascona, 7. Juli – 30. August 1978

Harald Szeemann, Tabelle mit «Pathosformeln» für die Ausstellung Der Hang zum Gesamtkunstwerk: Europäische Utopien seit 1800, ca. 1983. © J. Paul Getty Trust. The Getty Research Institute, Los Angeles (2011.M.30)

Harald Szeemann bei der Installation der Ausstellung Der Hang zum Gesamtkunstwerk: Europäische Utopien seit 1800, Kunsthaus Zürich, 11. Februar – 30. April 1983. Foto © Verena Eggmann, courtesy of Bernd Steiner (Nachlass Verena Eggmann, Zentralbibliothek Zürich)

Harald Szeemanns vorläufiger Lageplan für die Ausstellung De Sculptura, ca. 1986. © J. Paul Getty Trust. The Getty Research Institute, Los Angeles (2011.M.30)

Armand Schulthess, Enzyklopädie im Wald, 1952–1972, Installation im Rahmen der Ausstellung Visionäre Schweiz, Kunsthaus Zürich, 1. November 1991 – 26. Januar 1992. Foto © Verena Eggmann, courtesy of Bernd Steiner (Nachlass Verena Eggmann, Zentralbibliothek Zürich)

Installationsansichten des Schweizerischen Pavillons auf der EXPO ’92, Sevilla, 20. April – 12. Oktober 1992. Foto Stöh Grünig

Klebeband von Harald Szeemanns Agentur für geistige Gastarbeit, 2000er-Jahre. © J. Paul Getty Trust. The Getty Research Institute, Los Angeles (2011.M.30)

 

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