Das Schubladenmuseum 1970–1977

Fünfhundert Kunstwerke der Moderne

Das kleinste Museum für moderne Kunst der Welt: Endlich ist das Kultobjekt wieder in Buchform erhältlich.

 

 

Titelinformation

Herbert Distel. Mit Beiträgen von Herbert Distel, Gabi Zaun-Fertel, Ueli Zingg und Anne Marie Aeschlimann. Herausgegeben von Thomas Kramer

1. Auflage

, 2011

Text Deutsch und Englisch

Gebunden

184 Seiten, 553 farbige und 17 sw Abbildungen

20 x 30 cm

ISBN 978-3-85881-333-6

In Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Zürich

Inhalt

Von 1970 und 1977 verwandelte der Künstler Herbert Distel (*1942) einen alten Nähseidenspulenkasten in ein Museum. Er bat jeden seiner Künstlerkollegen, für eine der Schubladen ein Kunstwerk im Miniformat zur Verfügung zu stellen. Auch prägende Vorläufer der damaligen Kunstszene wie Marcel Duchamp, Meret Oppenheim, Hannah Höch, Pablo Picasso oder Joseph Beuys sagten Ja, und so sind heute in dem 186 cm hohen Kasten 500 Arbeiten von 508 Künstlerinnen und Künstlern untergebracht (einige waren Teamarbeiten); die meisten sind eigens für das legendäre Miniaturmuseum erschaffen worden.
Das Schubladenmuseum machte international Furore: Nach der ersten Präsentation 1972 an der Documenta 5 wurde es in New York gezeigt, reiste durch zahlreiche Museen der Welt und fand schliesslich im Kunsthaus Zürich sein Zuhause. Heute wird es – frisch restauriert – wieder ausgestellt. Das Buch zu diesem faszinierenden Solitär ist eine komplett überarbeitete Neuausgabe des vergriffenen Katalogs von 1978, präsentiert alle Werke in Originalgrösse und erzählt seine Entstehungsgeschichte und Wirkung.

Autoren & Herausgeber

Anne Marie Aeschlimann

, Musikerin. Lehrdiplom für Klavier, Konservatorium Bern, spielt in einem Quartett und unterrichtet an den Musikschulen Oberland Ost und Unteres Simmental/Kandertal.

Herbert Distel

Thomas Kramer

 (*1966), seit 2006 Verlagsleiter von Scheidegger & Spiess. Studium der Geschichte und Germanistik in Zürich, Arbeit als Filmhistoriker und Publizist in Wien. 1998–2003 Redaktor und Musikkritiker beim Tages-Anzeiger, 2005–2006 Leiter der Kulturredaktion der Weltwoche.

Gabi Zaun-Fertel

, Journalistin für das Onlinemagazin Berena News online.

Ueli Zingg

, Parfümerieverkäufer. Studierte einige Semester Philosophie.

Echo

«A cult object among audiences in Europe and America.» Texas Monthly

 

«Ein liebevoll ediertes Buch, das sowohl Konzeption, Anordnung, als auch die kunsthistorische Relevanz des ‹Museums als Muse›, wie Kynaston McShine, Kurator des MoMA, die Arbeit apostrophierte, detailgetreu beleuchtet. Exzentrisch, exotisch, expressiv!» Kunstmarkt

 

«An dem weltweit einzigartigen Projekt beteiligten sich so gut wie alle namhaften Künstler. Von Jasper Johns, Robert Smithson oder Niki de Saint Phalle bis Hockney, Kounellis und Christo. Noch heute lässt das Schubladenmuseum staunen. Installationen, Gemälde und Skulpturen der unterschiedlichsten Art. Alles en miniature und zumeist exklusiv für diesen Anlass geschaffen. Mit dem nun vorliegenden Buch kann man diese Schatzkammer der Kunst des 20. Jahrhunderts endlich in Ruhe und in allen Details betrachten.» Dietrich Roeschmann, artline Kunstmagazin

 

«In Museum of Drawers, Herbert Distel arranged tiny examples of work from well-known artists of his period into a chest of drawers, in order to create a miniaturist survey of art history.» New York Magazine

 

«Herbert Distel adopted the role of the museum curator when he invited artists from around the world to contribute miniature works for display in the tiny galleries of his Museum of Drawers. The drawers in this found cabinet are filled with five hundred works by a wide range of artists creating a comprehensive survey of artistic currents in the 1960s and 1970s.» www.moma.org