Dunkelschwestern. Annemarie von Matt – Sonja Sekula

Sie sind sich nie begegnet, und doch sind sie sich sehr nahe: Annemarie von Matt und Sonja Sekula schufen beide ein Werk aus Text und Bild. Die grossen Aussenseiterinnen der Schweizer Kunst zum ersten Mal vereint.

 

 

Titelinformation

Herausgegeben von Roman Kurzmeyer und Roger Perret

1. Auflage

, 2008

Gebunden

368 Seiten, 143 farbige und 65 sw Abbildungen

20 x 26.5 cm

ISBN 978-3-85881-213-1

Herausgegeben im Auftrag des Migros-Kulturprozent

Inhalt

Annemarie von Matt (1905–1967) und Sonja Sekula (1918–1963) stammten beide aus der Innerschweiz. Sekula bewegte sich ab 1936 in New York im Kreis der im Exil lebenden Surrealisten und danach unter amerikanischen Avantgardekünstlern; sie setzte sich mit den ambitioniertesten Kunstströmungen ihrer Zeit auseinander. Annemarie von Matt dagegen lebte nach ihrer Heirat mit dem Bildhauer Hans von Matt in Stans; der literarische Liebesbrief wurde für sie ein wichtiges Medium. Beide schrieben schon als junge Frauen, traten aber als Malerinnen an die Öffentlichkeit. Beide litten am Leben, und bei beiden manifestiert sich ihre Doppelbegabung am Schönsten in ihren Bildern, die mit Texten versehen sind.
Diese Monografie enthält neben zahlreichen Dokumenten zu Leben und Werk der beiden Künstlerinnen unbekannte Bild-Text-Montagen und zahlreiche unveröffentlichte literarische Texte, darunter Briefe von Sonja Sekula an Frida Kahlo und ein Porträt über Annemarie Schwarzenbach. Eine Entdeckung ersten Ranges. Das Buch erschien zu einer Ausstellung im Aargauer Kunsthaus Aarau.

 

Mit Essays von Max Bolliger, Peter Cornelius Claussen, Roman Kurzmeyer, Hans von Matt, Christiane Meyer-Thoss, Brian O’Doherty, Angelika Overath, Roger Perret und Gisela Steinlechner

Autoren & Herausgeber

Max Bolliger

 (1929–2013), Kinderbuchautor. Ausbildung zum Lehrer. Tätigkeit als freier Mitarbeiter für Kinder- und Jugendprogramme am Schweizer Fernsehen und als Lehrbeauftragter für Jugendliteratur am Kantonalen Lehrerseminar in Zürich.

Peter Cornelius Claussen

 (*1944), nach Stationen in Heidelberg, Frankfurt a. Main und Rom als Professor für Kunstgeschichte an der Universität Zürich. Lehrtätigkeit und Publikationen vor allem zum Mittelalter, auch zu Visionen, Kunst und Psychiatrie und den Ursprüngen der frühen Moderne.

Roman Kurzmeyer

 (*1961, Reiden), Dozent für Kunsttheorie an der Hochschule für Gestaltung und Kunst HGK in Basel, Kurator der Sammlung Ricola und freier Ausstellungskurator. Auszeichnung Prix Meret Oppenheim 2004.

Hans von Matt

Christiane Meyer-Thoss

 (*1956), Publizistin und Verlagslektorin. Seit 1981 Berichte zur zeitgenössischen Kunst und Literatur. Herausgeberin mehrerer Bücher über Meret Oppenheim, u.a. Husch, husch, der schönste Vokal entleert sich, Gedichte (1984).

Brian O'Doherty

Angelika Overath

Roger Perret

 (*1950, Zürich), Publizist und Kurator zahlreicher Literatur-Ausstellungen. Studium der Philosophie, Literaturkritik und Komparatistik an der Universität Zürich. Befasst sich vor allem mit Aussenseiterfiguren in der Schweizer Literatur, u.a. Alexander Xaver Gwerder, Hans Morgenthaler und Annemarie Schwarzenbach.

Gisela Steinlechner

Echo

«Ein hervorragender Katalog, der Schätze ans Tageslicht hebt. Selten las man über Kunst so intim, so sehr den Künstlern nahe, ferne jeder Sentimentalität.» Deutsche BauZeitschrift

 

«Der umfangreiche Band, der Texte und Bildwerke zu einer Einheit zusammenschliesst, macht Lust, noch tiefer in die beiden Frauenleben und ihr Künstlertum einzusteigen.» Maria Becker, Neue Zürcher Zeitung

 

«Wie die Sprache zum Bild kommt, kann man im eben erschienenen Buch nachspüren.» Brigitte (Schweiz)