Meret Oppenheim – Worte nicht in giftige Buchstaben einwickeln

Das autobiografische Album «Von der Kindheit bis 1943» und unveröffentlichte Briefwechsel

Das autobiografische Album «Von der Kindheit bis 1943» und unveröffentlichte Briefwechsel. Um wertvolle Briefe des Vaters und eine Traumaufzeichnung erweiterte Neuausgabe!

 

 

Titelinformation

Herausgegeben von Lisa Wenger und Martina Corgnati

Erweiterte Neuausgabe

, 2015

Broschiert

476 Seiten, 161 farbige Abbildungen

22 x 33 cm

ISBN 978-3-85881-475-3

Inhalt

Meret Oppenheims bekannteste Werke gehören zum Kanon der europäischen Kunst des 20. Jahrhunderts, allen voran die Pelztasse Déjeuner en fourrure, die seit 1936 im MoMA ausgestellt ist. Wie ihre ebenso wichtigen lyrischen Texte und ihre Traumaufzeichnungen ist auch das bislang unveröffentlichte Album «Von der Kindheit bis 1943» sowohl eigenständige Ausdrucksform als auch Quelle zum Verständnis ihres Werks.

Das visuelle Zentrum dieses umfangreichen Bands bildet das Faksimile des 92-seitigen Albums, in dem die 45-jährige Künstlerin eine von Hand geschriebene, gezeichnete und mit eingeklebten Bildern ergänzte Autobiografie collagiert hat. Darum herum werden über 1000 unveröffentlichte Dokumente aus sieben Jahrzehnten im Originalwortlaut wiedergegeben: die Briefe an die Mutter, den Vater und den Ehemann, die Korrespondenz mit Künstlern wie Max Ernst, Marcel Duchamp, Leonor Fini, Intellektuellen wie André Breton und André Pieyre de Mandiargues und mit Kuratoren wie Franz Meyer, Bice Curiger oder Jean-Christophe Ammann. Diese Dokumente, bislang unter Verschluss, geben einen aussergewöhnlich persönlichen Einblick in Oppenheims Leben und Schaffen.

Die Neuausgabe ist um rund fünfzig neu aufgefundene Briefe Erich Alfons Oppenheims an seine Tochter sowie eine bisher unveröffentlichte Traumaufzeichnung Meret Oppenheims erweitert.

 

Die erste Ausgabe wurde als eines der Schönsten Schweizer Bücher 2013 ausgezeichnet und erhielt im Wettbewerb Schönste Bücher aus aller Welt 2014 die «Goldenen Letter», die höchsten Auszeichnung des Wettbewerbs.


Gestaltet von Valeria Bonin und Diego Bontognali, Bonbon.

Autoren & Herausgeber

Martina Corgnati

 (*6. Oktober 1963), Kunsthistorikerin, Kritikerin und Kuratorin. Seit 2006 Dozentin für Kunstgeschichte an der Accademia Albertina di Belle Arti di Torino. Kuratorin zahlreicher Ausstellungen, Autorin und Herausgeberin von Publikationen wie Roberto Crippa, SanGalloArt Station, Firenze (Skira, 2011) oder Agostino Ferrari. Estrategia del Signo, Fundacion Frax, Alfà del Pi, Alicante (Politi, 2011) sowie Kunstkritikerin für Zeitschriften wie Arte, Flash Art, Panorama, The Journal of Art, La Repubblica, Carnet Arte oder Style.

Meret Oppenheim

 (6. Oktober 1913–15. November 1985), Künstlerin und Lyrikerin. Ab 1932 Aufenthalt in Paris. Weltruhm durch ihre ersten surrealistischen Objekte. 1937 Rückkehr in die Schweiz, Besuch der Kunstgewerbeschule Basel und Beginn einer 18 Jahre dauernden Schaffenskrise. Ab 1958 zahlreiche Ausstellungen und Auszeichnungen.

Lisa Wenger

 (*1949), Kursleiterin im therapeutisch-erzieherischen Bereich und verantwortlich für eine Privatsammlung von Gegenwartskunst in Lugano. Als Nichte von Meret Oppenheim beschäftigt sie sich seit 1998 intensiv mit dem schriftlichen Nachlass der Künstlerin.

Echo

«Ein sorgsam ediertes Schatzkästchen, das seinesgleichen sucht. Kürzlich ist der Verlag in der Schweiz zum ‹Verlag des Jahres› gekürt worden. Wer die selten schön gestaltete Publikation durchblättert, versteht warum.» Daniela Gregori, Kunst und Auktionen

 

«Der wohl wesentlichste Beitrag zum Jubiläumsjahr.» Guido Magnaguagno, Neue Zürcher Zeitung

 

«Die erstmals publizierte Korrespondenz ist eine einzigartige Fundgrube von witzigen Aperçus, ernsten Kunstdisputen, Tratsch und Klatsch – ein tolles, berührendes und erst noch schön gestaltetes Opus.» Feli Schindler, Tages-Anzeiger

 

«Es ist eine lustvolle Lektüre, welche die beiden Herausgeberinnen Lisa Wenger und Martina Corgnati ihren Lesern bieten; vielseitig, aufschlussreich, auch einfach unterhaltsam. Und viele Briefe, egal ob von oder an Meret Oppenheim, sprühen vor Liebe und Spontaneität.» Angelika Maass, Der Landbote

 

«Die wohl liebevollste, vielseitigste, aufschlussreichste Annäherung an eine grosse Künstlerin, die zum hundertsten Geburtstag von Meret Oppenheim erschienen ist. Und es ist nicht zuletzt eine Fülle scheinbarer Nebensächlichkeiten, die den Band lesenswert und interessant macht.» Anna Brenken, SWR Die Buchkritik

 

«Eine unterhaltsame, manchmal irritierende und berührende Lektüre.» art

 

«The documents reveal the artist’s childhood frustrations with unsympathetic parents, bouts of depression, and long friendships and full-blown love affairs with fellow Surrealists, including Max Ernst and Marcel Duchamp.» Eve M. Kahn, New York Times

 

«Wer diese von den Herausgeberinnen sorgfältig annotierten Briefe liest, erfährt viel über die Menschen hinter den heute oft bekannten Werken. Und selbst da, wo fast nur die Zeilen der Briefpartner erhalten sind, bekunden diese, wie sehr die Künstlerin sie zu Offenheit und Leichtigkeit animiert hat.» Gerhard Mack, NZZ am Sonntag

 

«Die Korrespondenz wird sorgfältig annotiert und in einem ausführlichen, ebenfalls annotierten Personenregister optimal erschlossen. Die Gestaltung des Buchs ist in jeder Hinsicht vorzüglich und vorbildlich. Fazit: Ein Gewinn für die Geschichte der Kunst im 20. Jahrhundert.» Dieter Schmidtmaier, fachbuchjournal

 

«Of particular interest to me is a first substantial collection of personal letters to and from Meret Oppenheim, Worte nicht in giftige Buchstaben einwickeln (Not to wrap words in poisonous letters). The coffee-table-size book is beautifully produced by a Swiss publisher, sorted and annotated with great intelligence and erudition by the artist's niece, Lisa Wenger.» Renate Stendhal, Scene4 Magazine

 

«Neben den Briefen, Kinderzeichnungen, Fotos und Notizen enthält der Band Hunderte von präzisen Kurzangaben zu den erwähnten Werken und Personen – was weitere Einblicke in den faszinierenden Kosmos dieser vielseitigen Künstlerin gibt.» Dagmar Brunner, ProgrammZeitung

 

«Das Buch ist der Schlüssel zu Oppenheims Methode und exakter Ausarbeitung ihrer Werke. Ein starkes, schönes Buch.» Doris Lippitsch, Quer